Bildungskrise in Brasilien

Die brasilianischen Bildungsstandards sind zu gering und gefährden die Entwicklung der sechstgrößten Wirtschaftsnation. Gerade außerhalb der Ballungsräume ist die Situation fatal. Lehrer, die teilweise nicht einmal richtig lesen können, erscheinen aufgrund ihres geringen Gehalts und der gesicherten Beschäftigung als Staatsangestellte nur sehr unregelmäßig zum Unterricht. Schüler kommen zumeist wenigstens noch um sich die kostenlose Mahlzeit abzuholen.
Unter diesen Bedingungen können die bescheidenen Ziele mancher Schulen, 70% der Schüler bis zum Abgang mit 14 Jahren lesen und Schreiben beizubringen, nicht verwundern.
Auf den immens teuren Privatschulen ist die Situation nicht besser. Bei den OECD Ländervergleichen landeten Brasiliens Schüler auch nur auf Platz 53 von 65, noch hinter Chile und Mexiko. Damit schneidet Brasilien auch im Vergleich zu anderen Schwellen- und Entwicklungsländern deutlich schlechter ab.

Information:
http://www.latimes.comhttp://www.latimes.com/news/nationworld/world/la-fg-brazil-bad-education-20121118,0,623172.story

 

Redaktion (ss)