Britischer Bildungsberater rechnet mit dem britischen Bildungssystem ab

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Der britische Bildungsberater Dominic Cummings rechnet zum Ende seiner Amtszeit mit dem britischen Bildungssystem ab. In seinem 237-seitigen Bericht ‚Some Thoughts on Education and Political Priorities‘, den der Guardian veröffentlichte, rechnet er mit allen und jedem im britischen Bildungswesen ab - mit Lehrern, Schülern, Studenten und mit dem gesamten Politikbetrieb. In dem Dokument diskutiert Cummings über Mathematik, Intelligenzquotienten und Quantencomputer bis hin zur Intelligenz von Parlamentsmitgliedern.
Der Abschnitt über Bildung (Seite 62-83) ist laut Guardian der kontroverseste und politischste. Er plädiert unter anderem für eine Abschaffung staatlicher Schulen und fordert mehr Eliten- und weniger Breitenförderung. An den Universitäten sollte das Geld seiner Meinung nach ehrer in Weltklasse-Naturwissenschaften als in fragwürdige sozialwissenschaftliche Studiengänge gesteckt werden. Die Feststellung, dass echtes Talent rar ist und die Mehrheit schlecht bis mittelmäßig gebildet ist, wirkt dagegen eher trivial. Erste Gegenreaktionen betonen den erheblich größeren Einfluss von Reichtum gegenüber Genen beim Bildungserfolg.

Weitere Informationen:
http://www.theguardian.com/politics/interactive/2013/oct/11/dominic-cummings-michael-gove-thoughts-education-pdf

http://static.guim.co.uk/ni/1381763590219/-Some-thoughts-on-education.pdf
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/regierungsberater-cummings-generalabrechnung-mit-dem-bildungswesen-a-927545.html
http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/oct/15/dominic-cummings-wealth-genes-inequality


Redaktion (jd)