Neues "Schwarz-Weiß-Denken"?
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In den USA sorgt ein Richterspruch für große Empörung - und schürt erneut die Angst vor Rassismus im US-Amerikanischen Hochschulsystem. Dabei ging es in den Anfängen genau darum: Rassismus entgegenzuwirken.
Im Juni 2013 hatte eine weiße Studentin gegen den Auswahlprozeß an der University of Texas geklagt. Der Grund: Sie sei wegen der Vorteile für Afroamerikaner und Bewerber mit lateinamerikanischen Wurzeln nicht zugelassen worden.
Unter dem Stichwort "Affirmative Action" erfolgte bis jetzt eine Förderung benachteiligter Minderheiten durch Quoten.
Nun hat der US-amerikanische Supreme Court ein Gesetz des Bundesstaates Michigan für verfassungsgemäß erklärt, das Kriterien wie Hautfarbe und Herkunft bei der Vergabe von Studienpätzen an staatlichen Universitäten verbietet.
Zahlreiche Stimmen werden nun laut, die sich gegen den Richterspruch stemmen und befürchten, dass Vielfalt und gleicher Zugang zum Bildungssystem ohne "Affirmative Action" kaum möglich sind.
Information:
http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-04/affirmative-action-kommentar
Redaktion (al)