Quest to Learn - ein Schulprojekt in den USA

Ein Schulprojekt in New York und Chicago möchte mit "Quest to Learn" die Gamifizierung und Digitalisierung des Lernens konsequent in den schulischen Alltag übertragen. Mit Unterstützung von verschiedenen Stiftungen und dem Institute of Play wurde ein neues pädagogisches Konzept entwickelt, das kollaboratives Arbeiten und systemisches Denken als Schlüsselfähigkeiten des 21. Jahrhunderts definiert. Die Fächer werden hier wie bei einem Spiel als „Domains“ bezeichnet und sind im Gegensatz zu den zumeist inhaltlich abgegrenzten traditionellen Schulfächer um Ideen herum angelegt, die das Wissen und die Fähigkeiten von zwei oder mehr Fächern miteinander verbindet. So z.B. "Being, Space and Place" (Literatur und Sozialkunde), in dem die Schüler mit Konzepten wie Zeit, Raum und politisch-geografischen Bedingungen arbeiten, um diese als Kräfte zu verstehen, die Entwicklungen von Ideen und Werten in einer globalen Welt durch Empathie, Kooperation, Wechselwirkungen, Ethik, Toleranz und Bürgerschaft beeinflussen.

Die einzelnen Domains:

  • The Way Things Work (Mathematik und Wissenschaft)
  • Being, Space and Place (Literatur und Sozialkunde)
  • Codeworlds (Mathematik, Literatur und Programmieren)
  • Wellness (sozial-emotionales Lernen, Sport, Ernährung und Gesundheit)
  • Sports for the Mind (Spielentwicklung und Medienkunst)

Das Projekt wurde in New York im Jahre 2009 gestartet und erfasst hier nun bereits  vier Jahrgansstufen (6. - 9. Klasse). Die ersten Zwischenevaluationen zeigen keine wesentlichen Unterschiede zu Vergleichsklassen mit herkömmlichen curricularen Vorgaben.

Information:
q2l.org

 

 

 

Redaktion (ph)