Tag der Roma

Am 8. April 1971 fand der erste Welt-Roma-Kongress in London statt. Vierzig Jahre später wird der internationale Tag der Roma in Deutschland mit Veranstaltungen in 30 Städten bundesweit gefeiert. Feiern ist nicht das richtige Wort, denn auch heute gehören Ausgrenzung, Diskriminierung und Bedrohung für Roma zum Alltag. Roma steht als Überbegriff für eine Reihe ethnisch miteinander verwandter, ursprünglich aus dem indischen Subkontinent stammender Bevölkerungsgruppen. Ein Großteil lebt inzwischen in Europa, trotzdem fehlt ihnen eine Lobby. Zwar existiert ein  "EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020" – in der Praxis ist bisher wenig passiert. Und Tage wie dieser rufen zumindest die herrschenden Probleme ins Gedächtnis und geben Hoffnung, dass sich die Situation nachhaltig bessert.

Bild: Denkmal für die 500.000 von den Nazis ermordeten Sinti und Roma in Berlin

Information:
http://idw-online.de/de/news

EU-Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020:
http://www.osteuropa.lpb-bw.de/fileadmin/osteuropa/pdf/EU_Romastrategie.pdf

Redaktion (ch)