Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund
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Obwohl Kinder mit Migrationshintergrund am Ende der Grundschule seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten als andere, lässt sich daraus nach Auffassung der WZB-Bildungsforscherin Cornelia Gresch keine ethnische Diskriminierung erschließen, da eindeutig der niedrigeren sozialen Status und die geringere schulische Kompetenz der Kinder die maßgeblichen Faktoren bildeten.
Diese Feststellungen beruhen auf Ergebnissen einer im Jahre 2007 durchgeführten Befragung und standardisierten Tests von Viertklässlern sowie deren Eltern und Lehrkräften vor dem Wechsel in die weiterführende Schule.
Die danach durchscheinende intuitive Anerkennung der verschiedenen Startpositionen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund sei zwar erfreulich, aber nicht ausreichend, so die Bildungsforscherin, die forschungsbasierte transparente Kriterien für die Vergabe der Grundschulempfehlung für Lehrkräfte und Eltern einfordert.
Information:
http://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/bildungschancen-fuer-migranten-gleich-gut-gleich-schlecht
Studie:
http://bibliothek.wzb.eu/wzbrief-bildung/WZBriefBildung212012_gresch.pdf
Redaktion (ph)