Drei-Religionen-Schule in Osnabrück - ein interreligiös ausgerichtetes Schulexperiment
Das im Jahr 2009 begonnene bundesweit einmalige Projekt einer interreligiösen Grundschule, in der Schülerinnen und Schüler der drei monotheistischen Glaubensrichtungen des Christentums, des Islams und des Judentums gemeinsam trialogisch Lernen, ist nun zum Schuljahr 2012/13 mit 22 neu eingeschulten Schülern Wirklichkeit geworden. Die Planungen für die Einrichtung der Drei-Religionen-Schule in Osnabrück (NDS) begannen 2009 mit der Problemfrage, wie man die Quote von 80% katholischer Schüler an einer öffentlichen katholischen Bekenntnisschule (es betraf die Johannis-Grundschule in Osnabrück) weiterhin erfüllen könne. Die neu umgetaufte Grundschule wird nun von der Diozöse Osnabrück in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde und den muslimischen Verbänden Schura Niedersachsen und DITIB Niedersachsen betrieben. Die evangelische Kirche hält das Konzept jedoch für nicht tragfähig und hat den Kooperationsvertrag nicht unterschrieben.
Auf dradio.de ist ein aktuelles Interview vom 27.9. mit Winfried Verburg, dem Leiter der Schulabteilung im Bischöflichen Generalvikariat einsehbar.
Kritische Stimmen:
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/religion109.html
http://www.zeit.de/2012/37/Osnabrueck-3-Religionen-Schule
Interview mit W.Verburg, Bistum Osnabrück:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1861292/
Zu den anfänglichen Planungen 2009:
http://www.domradio.de/aktuell/artikel_56470.html
Redaktion (sb)