Israelisch-palästinensische Schulbuch-Studie

Die Ergebnisse einer israelisch-palästinensischen Schulbuch-Studie haben zu geteilten Reaktionen geführt. Die von israelischen, palästinensischen und amerikanischen Forschern unter Berücksichtigung von 370 israelischen und 102 palästinensischen Schulbüchern erstellte Studie kommt zu dem Schluss, dass die Lehrwerke beider Seiten den Nahost-Konflikt jeweils einseitig darstellen.
Der Gegner werde zwar nicht dämonisiert, aber nur sehr oberflächlich behandelt, was es der jeweiligen Gegenseite erleichtere, das Existenzrecht des anderen abzuerkennen.
Von israelischer Seite wurden die Ergebnisse unter Hinweis auf "nicht objektive" Forschungkriterien kritisiert. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajjad sieht darin allerdings die Behauptung widerlegt, in palästinensischen Schulen werde Hass auf Israel gelehrt. Mindestens in älteren Schulbüchern fanden sich dafür aber durchaus Belege.

Information:
http://wissen.dradio.de - http://www.crihl.org
http://www.haaretz.com - http://forward.com

 

Redaktion (ss)