Multimediales Geschichtsbuch für deutschsprachige Schulen in Belgien

In allen Sekundarschulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Belgiens wird im kommenden Jahr mit dem sogenannten „mBook-Geschichte“ ein neues multimediales Geschichtsbuch flächendeckend zum Einsatz kommen. Das digitale Lehrmedium ist für Tablet-PCs konzipiert und enthält neben dien üblichen Schulbuchelementen wie Texte, Grafiken und Einzelbilder auch Zugänge zu Filmen, Animationen, Tondokumenten und Bilderserien.
Während die erste Darstellungsebene weitgehend lehrplankonform ausgerichtet ist, bieitet die zweite Ebene den Schülern insbesondere die Möglichkeit, ihre historische Sach- und Methodenkompetenz sowie ihre Frage- und Orientierungskompetenz auszubauen und eigenen Fragen nachzugehen.
Die maßgeblich an der Entwicklung beteiligte Professorin Dr. Waltraud Schreiber am Lehrtstuhl für Theorie und Didaktik der Geschichte (Institut für digitales Lernen) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt verbindet mit dem mBook-Geschichte den neuen kompetenzorientierten Ansatz „Geschichte denken statt pauken“, der Schüler dazu befähigen soll, "sich zu mündigen, historisch kompetenten, weltoffenen und zugleich heimatverbundenen Bürgern zu entwickeln“.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird der Lehrstuhl in Zusammenarbeit mit dem Bildungsforscher Prof. Dr. Ulrich Trautwein die Einführung und Wirksamkeit des multimedialen Geschichtsbuches begleitend untersuchen und anschließend in einer Studie veröffentlichen.

Information:
www.ku.de/ggf/geschichte/didgesch/aktuelles/

Redaktion (ph)