Skepsis gegenüber Bildungsstandards
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Vor knapp zehn Jahren publizierte die KMK Bildungsstandards in den Hauptfächern für die Primarstufe und Sekundarstufe I, um Transparenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Rund 8 Jahre später, im Oktober 2012, verabschiedete die KMK, neben den Bildungsstandards für Deutsch und Mathematik, auch die Bildungsstandards für die fortgeführten Fremdsprachen Englisch und Französisch für die Allgemeine Hochschulreife. Diese Bildungsstandards bauen auf denen des Mittleren Schulabschlusses auf. Sie sollen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler verschiedener Länder vergleichbar machen. Sie konkretisieren den Bildungsauftrag der allgemeinbildenden Schulen.
Rheinland Pfalz ist das einzige Bundesland in dem dezentrale Abiturprüfungen durchgeführt werden. Der Philologenverband unterstützt die Anstrengungen, die Bildungsstandards in den Lehrplänen und Curricula der Bundesländer verbindlich zu verankern, um tatsächlich zu gewährleisten, dass die inhaltlichen Leistungsanforderungen zwischen den Bundesländern und zwischen den Gymnasien und den anderen Schularten, die Abiturprüfungen vornehmen, vergleichbar sind. Gleichzeitig ist der Bildungsausschuss des rheinland-pfälzischen Philologenverbandes auch skeptisch und kritisiert die Kompetenzlastigkeit der Bildungsstandards in Englisch und Französisch und zahlreiche rein deskriptive, unklare Formulierungen.
Informationen:
http://www.philologenverband.de/
Redaktion (ch)